Aktuelles

Horizonterweiterung pur: Freiwillige gesucht

Neben unseren Aktivitäten in Berlin-Marzahn arbeiten wir mit Partnereinrichtungen in ganz Europa zusammen. Gemeinsam entwickeln wir Bildungsangebote, zum Beispiel frei zugängliche Lernplattformen, und lernen voneinander. Kooperation lebt auch von Begegnung. Für die Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung von fünftägigen transnationalen Begegnungen mit Menschen aus Spanien, Italien, Rumänien, Griechenland, Frankreich und weiteren Ländern suchen wir noch Freiwillige. Wir suchen Sie / Dich.

Die nächsten Begegnungen finden statt zu den Themen

* Museum – offen für alle: Juli 2021,

* Perspektiven von Frauen auf gesellschaftliche Spaltungen: August 2021,

* Klimawandel: September 2021.

Weitere Informationen finden Sie / findet Ihr in der Ausschreibung. Wir freuen uns über Ihr / Euer Interesse.

 

Klimawandel und Waldzerstörung, Workshop in Athen

Erderwärmung und Energieerzeugung, das sind zwei zentrale Stichworte, die fallen, wenn es um Fragen zum Klimawandel geht. So auch während des Workshops von Beteiligten aller Partnerorganisationen, der vom 5.-10. Juli 2021 in Athen stattfand. Im Mittelpunkt stand der Austausch von Methoden, um Aspekte des Klimawandels zum Thema in der Erwachsenenbildung zu machen. Die Teilnehmer:innen übten sich in der fotografischen Reportage am Beispiel der Naturzerstörung durch Waldbrände in Griechenland (in diesem Jahr schon im Mai). Sie gingen dazu ‘ins Feld’, machten Aufnahmen und lernten anschließend Tipps und Tricks zur Nachbearbeitung. Wie kann ich Neugier wecken? Wie mit einem Bild eine Story erzählen? Und ab wann dient die Bildbearbeitung schlicht der Manipulation? „Bewegend, lehrreich und motivierend“, so das Fazit einer Teilnehmerin.

 

Kontroversen zum Klimawandel

Am Klimawandel scheiden sich die Geister. Den einen geht die Reduktion der Treibhausgase nicht schnell genug. Andere bezweifeln, dass der Klimawandel stattfindet bzw. durch menschliches Tun verursacht ist. Selten wird dabei zwischen dem Klimawandel, der Klimaschutzpolitik und der Art, wie die Debatten geführt werden, unterschieden. Verschiedene Auffassungen sind für eine demokratische Meinungsbildung gleichwohl unverzichtbar. Wenn viele sich einbringen, kann ein breiter Bewusstseinsprozess angestoßen werden, können auch Instrumentalisierungen des Themas von der einen oder anderen Seite entzaubert werden. Und zugleich könnte die Dramatik des Wandels einsichtig werden. Wie damit umgehen? Was macht es so schwer, den „Wandel des Klimawandels“ auf den Weg zu bringen? Was ist an der Energieerzeugung zu ändern? Ist die Rüstungsindustrie Klimaschädiger Nr. 1? Inwiefern sollten Bürger:innen ihr Konsumverhalten verändern? Welche strukturellen Änderungen sind erforderlich? Wann überzeugen moralische, auf das individuelle Verhalten abzielende Argumente?

Dies sind einige der Fragen, die während des Workshops vom 5.-10. Juli 2021 bei unserer Partnerorganisation Action Synergy in Athen diskutiert wurden. Dazu erscheint im August der Beitrag zu unserem Online-Kurs „Kritik an der Klimaschutzpolitik – Argumente und Gegenargumente“. Mehr zu der Kooperation auf der Projektwebsite.

P.S. Klar, fliegen nach Athen, um über den Klimawandel zu sprechen, ist ein Widerspruch in sich. Für Projekte, die ab diesem Jahr beantragt wurden, besteht künftig die Möglichkeit des „green travel“, also der Finanzierung von Zug- oder Busreisen zum tatsächlich entstandenen Preis. Immerhin.

 

Bewegend, über bewegende Erinnerungen zu sprechen

Nach so vielen virtuellen Treffen trafen sich die Kolleg/innen der sechs Partnerorganisationen vom 27.-29.06.2021 zum Hybridmeeting in Belgrad / Serbien. Die Projektbeteiligten der AHE-Universität in Lódz/Polen waren online dabei. Klar, wir sprachen über Fragen der Organisation, Evaluierung und Verbreitung der Projektaktivitäten. Die Begegnung beinhaltete gleichwohl mehr: den Austausch über die inhaltlichen Teile unserer Beiträge zur Lernplattform. So über die griechische Revolution 1821, die Umsiedlung von Kareliern nach Finnland, Frauen in der Transformation der 1990er Jahre in Polen und den deutsch-deutschen Vereinigungsprozess. Man mag diese Themen lesen und fragen: Sind sie wirklich interessant? Oh ja! Der Fokus der Partner liegt auf Transformationen in der Vergangenheit und wie sie heute diskutiert werden. Die diskursive Herangehensweise beinhaltet auch einen Blick auf verborgene Aspekte des jeweiligen Themas. Und das kann AHA-Erlebnisse auslösen… Ein sehr intensives und inhaltsreiches Treffen bei unserer Partnerorganisation, dem DAH-Theater in Belgrad.

 

Perspektiven von Frauen auf gesellschaftliche Spaltungen

weltgewandt e.V. koordiniert eine Kooperation mit Kolleginnen in Estland, Frankreich, Irland und Polen zu Fragen von Geschlechtergerechtigkeit und dem dafür nötigen Prozess der Demokratisierung der gesamten Gesellschaft. Auf der Projektwebsite veröffentlichen wir Informationen zu dem Projekt und den aktuellen Aktivitäten.

 

Die Freiheitskämpfe der Frauen

“Die Frauenbewegung könnte man sagen begründete dann auch den Sozialstaat, der sich in der Weimarer Republik weiter entfaltet hat. So etwas wie Mutterschutz oder Rentenreformen, Arbeitsgerechtigkeit, Lohnfragen, aber auch Altenversorgung, Kindergärten, Jugendämter – das wäre alles nicht möglich gewesen ohne die Frauenbewegung.” Dorothee Linnemann, Kuratorin der Ausstellung zu 100 Jahren Frauenwahlrecht.

Aus Anlass des Internationalen Frauentags am 08. März verweisen wir auf die Dokumentation von 3Sat zum Frauenwahlrecht.

 

Krisen überwinden – Zukunft gestalten

weltgewandter Workshop auf dem Digital-Forum der Gesellschaft für Sozioökonomische Bildung und Wissenschaft

Anstelle ihrer Jahrestagung veranstaltet die Gesellschaft für Sozioökonomische Bildung und Wissenschaft (GSÖBW) am 19. März 2021, 9-13 Uhr ein Digital-Forum. Zwei Vertreterinnen von weltgewandt e.V. werden das Projekt “Frischer Wind für die Ökonomie – in Europa” vorstellen, das unser Bildungsträger gemeinsam mit Partnerorganisationen in sechs Ländern der EU realisiert. Die allgemeine Einführung wird mit der Vorstellung des entstandenen Beitrags zum Thema Geldschöpfung und Modern Monetary Theory (MMT) samt einer didaktischen Übung verbunden.

Informationen zum Programm auf der Website der GSÖBW. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wir laden herzlich ein!

 

Am virtuellen Runden Tisch

Umbrüche in der Geschichte Europas

Vielfach wird dieser Tage vom Großen Umbruch / „Great Reset“ gesprochen. weltgewandt e.V. koordiniert eine zweijährige Kooperation mit Partnerorganisationen in Finnland, Griechenland, Polen, Serbien und Spanien zu Umbrüchen bzw. Großen Transformationen der Vergangenheit. Deutschsprachiger Titel: „Bewegte Geschichte. Europa im Wandel“. Der Blick über den Landes-Tellerrand kann bislang nur virtuell stattfinden. Und doch ist es klasse, wenn Menschen aus Helsinki, Málaga, Berlin, Athen, Lódz und Belgrad an einem „Online-Tisch“ sitzen und sich zum Projektthema austauschen. So am 09.02.21. Und bald wieder.

“Werkstatt von Demokratie”

Podcast: Perspektiven kritischer politischer Bildung

Die Professorin Bettina Lösch von der Universität Köln sieht in politischer Bildung die Möglichkeit, “… dass Menschen sich die politischen Verhältnisse aneignen können”, dass sie erkunden, “wo finden Prozesse der Demokratisierung, aber auch der Entdemokratisierung statt”. Es gehe darum, über Demokratie zu bilden, aber nicht, dazu zu erziehen.

Bildung habe eine disziplinierende Seite – gerade, wenn ein bestimmtes Verhalten erwirkt werden soll. Dies werde nicht angestrebt.  Politische Bildung unterscheide sich darin von der Extremismusprävention, wie sie u.a. über das Programm “Demokratie leben” gefördert wird. Denn in diesem Kontext werde häufig mit einer Feindrhetorik und durchaus einem negativen Menschenbild gearbeitet. Politische Bildung  verfolge vielmehr den Anspruch, Menschen mit Offenheit zu begegnen.  Sie ziele dabei auf die andere Seite von Bildung, den “utopischen Rest”.  In einer Art Werkstattcharakter könnten Formen der Demokratisierung erprobt werden.

Ist (politische) Bildung neutral? Nein, sie könne es auch nicht sein, meint Bettina Lösch. Den Beutelsbacher Konsens würde sie nicht dahingehend interpretieren. Allerdings müsse politische Bildung unabhängig sein.

Hier geht’s zum Podcast

Kommentar: Das von Prof. Lösch entwickelte Verständnis von politischer Bildung ist in wesentlichen Teilen auch das von weltgewandt e.V. Das betrifft ebenso die Abgrenzung zur Erziehung. Für eine politische, demokratiefördernde Bildung ist außerdem finanzielle Unabhängigkeit unabdingbar – so auch wie die Freiheit von staatlicher oder parteipolitischer Einflussnahme. In diesem Sinne knüpfen wir an das humanistische Bildungsideal Wilhelm von Humboldts an. Inspirationen dazu bietet Heinz-Elmar Tenorth auf bpb.de sowie das dreiminütige Kurzvideo auf 3sat “Das Humboldt’sche Bildungsideal“.

Integration und politische Bildung

Beitrag im Rahmen des Projekts Kompetenzausbau45+

Politische Bildung mit Geflüchteten und Migrant:innen findet inzwischen eine größere Aufmerksamkeit. Um dies auch in anderen Ländern der Europäischen Union zu befördern, entstand der Artikel „Wege zu Bürgerbeteiligung und politischem Engagement“. Integration wird dabei in gesamtgesellschaftlicher Perspektive als eine Gestaltungsaufgabe des Gemeinwesens verstanden. Dies schließt auch das Verständnis für Aspekte der sozialen Integration aller Bürger:innen ein. Politische Bildung möge dazu befähigen / “empowern”, Integration in ihren verschiedenen Facetten zu verstehen und sich Kompetenzen für ein demokratisches Mit- und Nebeneinander in einer pluralen Gesellschaft anzueignen.

Zum Beitrag

Bild: Antenna auf Unsplash

Digitalisierung und die Ideen der Aufklärung

Kurs an der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

Die Projektleiterin von weltgewandt e.V. bietet einen vierteiligen VHS-Kurs zur Digitalisierung und Fragen der Erneuerung von Demokratie in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche an. Dazu werden Ideen von Denkern aus der Zeit der Aufklärung vorgestellt, die geistige Wegbereiter für heutige Auffassungen von Frieden, Freiheit, Gleichheit und dem „Wohlstand der Nationen“ waren. Sie werden kontrastiert mit kritischen Stimmen zu den „dunklen“ Seiten von Aufklärung in Form von totalitären Tendenzen und Systemen der Moderne. Vor dem Hintergrund dieser Einsichten wird nach den Licht- und Schattenseiten der Digitalisierung gefragt.

Die Überlegungen werden als Vortrag zur Diskussion gestellt. Die Reihe ist als Angebot gedacht, über diese Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

W i c h t i g: Der Kurs ist für ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger unentgeltlich. Siehe das Programm des Freiwilligencampus mit Hinweisen zur Anmeldung.

Weitere Informationen zum Kurs auf der Seite der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf.

Anmeldung: Tel.: (030) 90293 2590, Fax.: (030) 90293 2589, E-Mail: infovhs@ba-mh.berlin.de, https://www.berlin.de/vhs-marzahn-hellersdorf/

Bild: Luca Bravo auf unsplash/Montage SB weltgewandt

 

 

Frischer Wind für die politisch-ökonomische Bildung

Artikel auf der Plattform für Erwachsenenbildung in Europa

Das war deutlich besser als erwartet.“ „Der Austausch und die Feedback-Kultur waren sehr gut. Die Kommentare auf die Artikel waren sachbezogen und überaus hilfreich. Das ist nicht selbstverständlich.“ „Kooperation, das ist der Sinn von EU-Projekten.

Drei Rückmeldungen zu dem 5-tägigen Webinar vom 16.-20.11.20 im Rahmen des Projekts “Fresh-up Economics“, das weltgewandt e.V. koordiniert. Diskutiert wurden sieben Beiträge von sieben Organisationen aus sieben Ländern zur Lernplattform über sozioökonomische Bildung. Es ging um Moderne Geldtheorie, Klima und Wirtschaft, Verschuldung, Europa und der globale Süden, Strategien zur Bewältigung von Krises, Öffentliche Güter und soziale Wohlfahrt und weitere Themen. Erfrischend und erfahrungsgesättigt führte die irische Partnerin in den Gebrauch interaktiver Online-Tools ein. Mentimeter, speakeasy, jamboard und padlet fanden sogleich Anwendung beim Versuch, die ausgearbeiteten didaktischen Teile der Bildungsmaterialien gemeinsam online zu erproben. Solche Workshops sind eine unsinnlich-sinnliche Erfahrung und können die “echten” nicht ersetzen. Dennoch: Es war besser als erwartet!

Ein Artikel zu dem Webinar wurde auf Deutsch und Englisch auf der europäischen Plattform EPALE veröffentlicht.

 

Vom Wert des Wassers und der Veredelung von Müll

Bei einem weiteren Video-Arbeitstreffen am 19.11.20 im Rahmen des Projekts zu Klima + Wandel standen Beiträge zu dem Online-Kurs (MOOC) im Mittelpunkt, der gemeinsam erarbeitet wird. Besprochen wurde einer zum Thema Müll-Recycling, ein weiterer zu Wasser und der Vermeidung von Wasserverschwendung. Eine Frage hierbei war, welches Wissen bereits vorausgesetzt werden kann. Welche Aspekte dürften für andere neu und interessant sein?

Die Passagen zur Geschichte des Mülls und wie Menschen in früheren Jahrhunderten damit umgegangen sind, fanden Zuspruch; ebenso die Überlegungen zu 3xR, also “Reduce, Reuse, Recycle”. Vor allem die Fallstudie zum Corviale-Ecopark weckte Interesse – und Hoffnung.

Wasser wiederum ist für fast alle Bürger:innen recht problemlos verfügbar. Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Doch wie steht es um die Wert-schätzung des kostbaren Naß? Was besagt ein “Wasser-Fußabdruck”, welche Tipps zur Vermeidung von Wasserverschwendung können gegeben werden? Wie können Menschen in Roma-Communities bewusster mit Wasser umgehen lernen? Was können andere von ihnen lernen? Die Beiträge werden nun leicht überarbeitet; die didaktischen Teile in Workshops erprobt. Gern offline, erst im Frühjahr/Sommer 2021.

 

Oeconomia

Einblicke in den Maschinenraum: die Entstehung von Geld und Schulden

Die Filmemacherin Carmen Losmann stellt den Granden der Finanzwelt naiv anmutende Fragen, die doch ins Mark unseres Wirtschaftssystems treffen: Wie kommt Geld in die Welt? Wer übernimmt die Schulden? Wächst eine Wirtschaft nur, wenn die Kredite wachsen? Ist Gewinn nur möglich, wenn Menschen, Unternehmen oder der Staat sich verschulden? Wer kollabiert zuerst, unser Ökosystem Erde oder der Kapitalismus? Im Film werden grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich dargestellt und durch prominente Banker bestätigt. Zu Wort kommen auch Bürgerinnen und Bürger, die diese Zusammenhänge aufspüren und kritische Fragen stellen. Ein lehrreicher Film, der doch kein Lehrfilm ist, häufig zum Schmunzeln veranlasst – und Lust macht, sich weiter mit diesen Fragen zu beschäftigen. Mitarbeiterinnen von weltgewandt e.V. erarbeiten gerade mit Kolleg:innen in sechs Ländern eine mehrsprachige Lernplattform zur ökonomischen Allgemeinbildung. Auch zum Geldsystem und dem Verhältnis von Markt und Staat.

Der Film ist eine Koproduktion von ZDF, 3sat und weiteren. Er wurde auf der Berlinale 2020 gezeigt. Filmstart ist der 15.10.20.

Erste Kritiken sind bereits erschienen. So die von Bettina Peuleck auf ndr.de, Martina Knoben auf Süddeutsche.de und Michael Kienzl in der Berliner Zeitung.

 

Aufzeichnung online

Diskussion „Bittersüße Freiheit. Der Vereinigungsprozess und die Folgen“

Wie ist die Bilanz des Vereinigungsprozesses 30 Jahre nach der Auflösung der DDR und ihrem Beitritt zum Grundgesetz der BRD? Was ist der Maßstab für die Analyse und Beurteilung dieser Frage? Die Situation in Westdeutschland oder die Wünsche und Hoffnungen derer, die sich 1989/90 für eine Öffnung der Gesellschaft, für Freiheit, Demokratie und ein unbeschwertes Leben engagiert hatten? Eine Diskussion, in der diese und weitere Aspekte zur Sprache kamen. Gleichsam ein Kunststück zwischen Ökonomie und Kunst.

 

Prof. em. Dr. Jan Priewe, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 1993-2014

Elske Rosenfeld, Künstlerin, Autorin, Kulturarbeiterin,

Moderation: Sophia Bickhardt, weltgewandt e.V.

Das unbearbeitete Audio kann nun nachgehört werden (rotes Audiosymbol anklicken, dann „trotzdem abspielen“).

00:00 Vorstellung weltgewandt e.V.

01:46 Hinführung zum Thema

07:50 Vorstellung der Podiumsgäste

11:26 Prof. Priewe: Bilanz der Einheit

38:00 Elske Rosenfeld: Wo hätte es hingehen können? Lesung „Wackliges Gedenken. Die ostdeutsche Revolution ist eine unvollendete Geschichte. Hätte man das verstanden, gäbe es heute keine AfD“

59:35 Gespräch Publikum – Podiumsgäste

02:02:07 Dank und Hinweise auf Angebote von weltgewandt e.V.

Im Gespräch wird auf die Veranstaltung „Beispiellose Schocktherapie. Die Einführung der Marktwirtschaft in Ostdeutschland“ verwiesen. Damals hatten die frühere Wirtschaftsministerin der DDR, Prof. Christa Luft, der erste und letzte frei gewählte Ministerpräsident der DDR, Dr. Lothar de Maizière, und Prof. Jan Priewe diskutiert. Ein Amateurvideo der Diskussion ist auf Youtube eingestellt. Ab der 10. Minute ist die Qualität des Mitschnitts akzeptabel.

In der Schrift „Ohne Frauen ist keine Revolution zu machen“ wird auf S. 6-18 auf Ursachen für den Zerfall der DDR, auch ökonomische, eingegangen. In den Folgekapiteln wird außerdem auf Dokumente verwiesen, in denen die von Elske Rosenfeld erwähnten Wünsche, Hoffnungen und Forderungen zur Sprache kommen.

Die Veranstaltung von weltgewandt e.V. fand am 07.10.20 in Kooperation mit und in der Stadtteilbibliothek Heinrich von Kleist statt. Sie wurde gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Berliner Autorenlesefonds.

 

 

Programmieren selbst gemacht

Online-Kurs zu Frauen und Robotik veröffentlicht

Frauen und Robotik: von dieser Kombination hört man nicht allzu oft. Denn Frauen sind auf dem schnell wachsenden Markt der Robotik deutlich unterrepräsentiert. Es fehlt ihnen oft an Mut und Selbstvertrauen, sich für die sogenannten MINT-Fächer zu interessieren bzw. ihrer Qualifikation Geltung zu verschaffen. So sind es eher Männer, die bestimmen, welche Technik in Haushalt und Alltag, Medizin und Pflege, Autoindustrie, Logistik, dem Militär u.s.w. zum Einsatz kommt.

Dem möchte das Projekt NO GENDER GAP (“Keine Geschlechterlücke”) entgegen wirken. weltgewandt e.V. kooperiert dabei mit Organisationen in Spanien, Italien, den Niederlanden und Portugal. Gemeinsam wurde ein Online-Kurs erarbeitet. Er wurde nun veröffentlicht.

Schritt für Schritt können die Kursteilnehmer:innen lernen, einen eigenen (kleinen) Roboter zu programmieren. In Modul 1 stehen zunächst Grundfragen im Mittelpunkt: Was ist ein Roboter? Was sind wichtige Stationen in der Geschichte der Robotik? Welche Fragen stellen sich in Bezug auf die Roboterethik? In Modul 2 wird in die Grundlagen von Elektrizität und Schaltkreisläufen eingeführt. Darauf aufbauend werden in Modul 3 weitere Komponenten der Robotik, die automatische Steuerung und das Programmieren, vorgestellt. Dem folgt eine Einführung in die Codierung mit Scratch (Modul 4). Im abschließenden Modul 5 schließlich lernen die Kursteilnehmer/innen den Umgang mit Robotik-Kits und der Kodier-Morseschrift kennen. Das erworbene Wissen kann am Ende eines jeden Moduls mit einem Quiz getestet bzw. in Übungen angewandt werden.

Überdies werden in einzelnen Kapiteln der Module Frauen porträtiert, die die Technikgeschichte beeinflusst haben. Zu ihnen gehören auch Ada Lovelace. Sie arbeitete mit Charles Babbage an der von ihm entwickelten Analytical Engine. Nach ihr ist die Programmiersprache “Ada” benannt worden.

Das alles klingt fremd und nach Anstrengung? Vielleicht muss tatsächlich erst eine Tür ins Unbekannte geöffnet werden. Dazu möchten die Macher/innen des Kurses herzlich einladen. Es erwartet Sie/Euch die Möglichkeit, sich Kompetenzen anzueignen – zumal auf einem Gebiet, das vielfach als Zukunftsmarkt gepriesen wird.

Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenlos. Wer ihn absolviert, erhält am Ende ein Zertifikat.

Einschreibungen in den Kurs sind über diesen Link möglich.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie / findet Ihr auf der Projektwebsite (auf Englisch) sowie auf dieser Seite (auf Deutsch).

Foto: Science in HD auf Unsplash, Bearbeitung: SB/weltgewandt e.V.

 

Beitrag:

Eine zweite Welle? Corona in Zahlen

Die Corona-Krise polarisiert, gesellschaftliche Spaltungen werden deutlicher sichtbar, und neue Trennlinien entstehen. Dies wirkt sich selbst auf persönliche Beziehungen aus.

Es ist sinnvoll, zunächst einmal zwischen dem Virus und den politischen Maßnahmen zur Eindämmung desselben zu unterscheiden. Politische Entscheidungen sind in einer Demokratie bekanntlich strittig. Für die, die sich ein eigenes Urteil bilden möchten, sei deshalb empfohlen, einerseits O-Töne zu studieren und andererseits verschiedene Bewertungen zur Kenntnis zu nehmen – und sich des Unterschieds von beidem bewusst zu sein.

Zahlen zum Infektionsgeschehen bietet das Robert-Koch-Institut. Zum einen allgemeine „Fallzahlen“, das heißt die Zahl der tatsächlich Erkrankten. Im Wochenbericht wird die Zahl der Infektionen genannt und ins Verhältnis zur Zahl der Tests gesetzt. Ergebnis vom 01.09.2020: 97,7% der Test haben einen negativen Befund, d.h. es wurde kein SARS-CoV2-Virus (PCR-Tests) festgestellt. Im Umkehrschluss heißt dies, dass 2,3% der knapp 4,9 Millionen Tests positiv ausfielen. Damit sind die Personen allerdings nicht automatisch auch erkrankt. Zudem zeigt ein Vergleich der Entwicklung dieses Jahres, dass in Deutschland die Zahl der positiv ausgefallenen Tests trotz deutlicher Ausweitung der Tests zurückgegangen ist.

Wie wird getestet? Was ist ein PCR-Test? Eine Darstellung bietet der entsprechende Wikipedia-Artikel.

Und natürlich sind auch die Tests in der Diskussion. Es trat das Problem auf, dass Menschen „falsch positiv“ oder „falsch negativ“ getestet wurden. In einer recht nüchternen Darstellung in der Süddeutschen Zeitung heißt es dazu: „Die PCR kann nämlich nur das Erbgut von Viren aufspüren, nicht jedoch feststellen, ob diese überhaupt noch infektiös sind.“ Die Fehlerquote läge bei etwa 1%, das wären 100 von 10.000 Menschen. Diese Zahl wird auch in anderen Artikeln bestätigt.

Eine Kritik an der Informationspolitik des RKI wurde immer wieder geäußert, durchaus deutlich im ZDF bereits am 10.05.20.

Informationen zur Situation in anderen Ländern bietet die Weltgesundheitsorganisation. Auch hierbei ist das Verhältnis aufschlussreich: Wie hoch ist die Zahl der Tests, wie hoch die der Infektionen und das im Verhältnis zur Zahl der Einwohner/innen? Wie steht es außerdem um das Verhältnis der Infizierten zu den wirklich Erkrankten? Daten dazu bietet auch die Seite Our World in Data. Dort heißt es auch:

„According to criteria published by WHO in May, a positive rate of less than 5% is one indicator that the epidemic is under control in a country.“ (Übersetzung: “Nach den von der WHO im Mai veröffentlichten Kriterien ist eine positive Rate von weniger als 5% ein Indikator dafür, dass die Epidemie in einem Land unter Kontrolle ist.“)

Eine zweite Welle scheint daher momentan wenig wahrscheinlich (07.09.2020). Sollte sie dennoch auftreten, wäre noch einmal zwischen einer durch die statistischen Angaben bestätigten Krankheits-Welle und einer diskursiv erzeugten zweiten Welle zu unterscheiden.

Interessant ist, wie die schwedische Regierung in der Pandemie entschieden hat. Laut dem Wochenmagazin Der Spiegel wurde ein liberaler Umgang mit dem Problem bevorzugt, das heißt auf Restriktionen wie Ausgangssperren wurde verzichtet und statt dessen Abstandsregeln und Hygieneverhalten propagiert. „Die Idee dahinter ist, sich auf eine Verlangsamung der Virus-Ausbreitung zu konzentrieren, da sich der Krankheitserreger ohnehin nicht ausrotten lasse.“ Schweden habe dadurch eine höhere Immunität erreicht als andere Länder. Vertreter der WHO hätten dieses Vorgehen als nachhaltig gelobt.

Wer Lust auf weitere Zahlen hat, wird auch auf der Seite des Statistischen Bundesamts fündig. Dort sind ein Einbruch der Wirtschaftsleistung um 9,7% und eine Deflationsrate von 0,1% (also -0,1% Inflationsrate) ausgewiesen (07.09.2020).

Foto: Center for Desease Control auf Unsplash

 

Beitrag:

Neue Normalität? Pro und Contra Mund-Nasen-Schutz

Mit Blick auf die politischen Entscheidungen zur Corona-Krise entzünden sich die Debatten auch am Tragen einer Maske. Dazu heißt es in der Wochenzeitung Der Freitag: „Die Maske ist links“.  Mit der Maske verknüpft die Autorin Elsa Köster Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts:

„Denn das Tragen der Maske ist ein Akt der Solidarität. Man schränkt sich ein, um Schwächere zu schützen: Solidarprinzip. Dieses abzulehnen, ist ein neoliberaler Akt: einer, der die Schwachen sich selbst überlässt und den Starken alle Freiheit einräumt. Ohne Maske ist die Corona-Gesellschaft eine, in der sich der gesundheitlich Überlegene durchsetzt.“

Kommentar: Mit dieser Argumentation unterstellt die Autorin, dass Menschen mit einer anderen Auffassung gleichsam asozial sind. Sie geht noch einen Schritt weiter und charakterisiert diejenigen, die es ablehnen eine Maske zu tragen als politisch rechts. Ein Dazwischen gibt es nicht, die politische Welt erscheint bipolar.

Eine Widerrede zu dem Artikel schrieb die Ökonomin und Politologin Mona Pauly unter dem Titel „Die Maske ist totalitär“.

Ein Team von Wissenschaftlern hinterfragt das Tragen von Masken in Supermärkten. In diesen läge das Infektionsrisiko bei 0,01%. Die Forscher plädieren für gezielte Maßnahmen und gehen davon aus, dass die Situation zu steuern sei, sofern präventiv Maßnahmen entwickelt werden,

„die die verletzlichen Gruppen schützen (unter aktiv umgesetzter Wahrung der individuellen Würde und Humanität), und wenn die Ressourcen des Gesundheitssystems (Organisation, Bettenkapazität) in der jetzigen Form aufrechterhalten werden“.

Argumente für und gegen das Tragen einer Maske hat die Berliner Zeitung veröffentlicht. Auch in Österreich wird darüber kontrovers diskutiert, so der Bericht einer Debatte unter anderem mit dem Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen).

Foto: Kilian Seiler auf Unsplash

 

Beitrag:

Eine neue Protestbewegung?

Belastungsproben von Demokratie in Zeiten der Krise

Am 01.08. und 29.08.2020 fanden in Berlin Großdemonstrationen statt. Über diese wird kontrovers diskutiert. Was wollen die Demonstrierenden? Was und wer verbirgt sich hinter „Querdenken“? Was sagen die Kritiker? War die Belagerung des Reichstags Teil der Querdenken-Demonstration? Welche Einsichten bieten diese Ereignisse für die Demokratieentwicklung in Zeiten von Pandemie und Krise? Lesen Sie / lest dazu diesen Beitrag.

Foto: M. Ziegler

 

Webinar: Wie erstelle ich ein Wiki?

„Absolut großartig und anregend.“

„Informationen konsolidieren. Wie der letzte Teil einer Unterrichtsplanung.“

„Neues zu Plugins gelernt.“

Drei Rückmeldungen der drei Teilnehmer/innen, die am 31.08.20 die Gelegenheit hatten, an einem mehr als zweistündigen Webinar über die Erstellung eines Wikis teilzunehmen. Anna Dobrowska von CosmoCode erklärte den Kolleg/innen unseres Projekt-Konsortiums, wie man Seiten erstellt, den Nutzerbereich und die Navigation verwaltet, Backups generiert u.v.a.m. Sie führte außerdem in die Welt der Plugins für dieses Wiki ein. Eine inspirierende, inhaltsreiche und ermutigende Lernerfahrung!

 

Gut besucht, auch ohne Werbung

“Es ist toll, wie viel wir voneinander lernen.”

“In zwei Stunden haben wir so viel erlebt. Gelacht, geredet, gespielt, Ideen gesammelt.”

“Ich kann jetzt besser akzeptieren, dass es länger dauert, um mit Deutschen in echten Kontakt zu kommen.”

Drei Rückmeldungen auf unser Spielend sprechen: DIALOG-Café am 02.09.20. Es war eine intensive, kurze Zeit, in der spielerisch die Zunge gelockert, das Zusammenspiel von Körper- und gesprochener Sprache wahrgenommen und erprobt – und viel gefragt wurde. Ein Teilnehmer stellte schließlich seine aktuelle Lektüre vor: “In Zeiten des abnehmenden Lichts” von Eugen Ruge. In der arabischen Übersetzung. Gar nicht so leicht, das in eigenen Worten wiederzugeben. Auf Deutsch…

Foto: Kyle Head auf Unsplash

 

Wiki mit neuer Adresse

Im Rahmen des Projekts zur Digitalen Grundbildung entstand ein Wiki zu technologischen, gesellschaftlichen und politischen Aspekten der Digitalisierung. Es ist jetzt dauerhaft über diese Adresse verfügbar. Die Projektbeteiligten freuen sich Ihre / Eure Kommentare! Mehr Informationen zum Projekt gibt’s auf der fünfsprachigen Projektwebsite.

 

weltgewandt e.V. auf Telegram

Auch wir nutzen nun ebenso diesen Kanal, um Hinweise auf eigene Aktivitäten und Anregungen von anderen zu verbreiten. Unsere Adresse ist: https://t.me/weltgewandt. Wir freuen uns über Ihr / Dein Interesse – und Abonnent:innen.

 

Von der Kunst, Feedback zu geben

Die Arbeit an der Lernplattform zur sozioökonomischen Bildung in Europa ist selbst ein Lernprozess. Das wurde bei unserer letzten Videokonferenz am 06.08.20 deutlich. In einem guten Sinn. Zur Diskussion standen zum einen der Beitrag, der von den Kolleg:innen der Universität Wien erarbeitet wurde. Das Thema:„Klima und Ökonomie“. Zum anderen gaben die Projektpartner:innen ihr Feedback auf den Beitrag der estnischen Kollegin zu „Öffentliche Güter und Soziale Wohlfahrt“. Die Kommentare waren differenziert und sachbezogen. Dann kam das Gespräch auf die Frage, warum wir versuchen multiperspektivisch zu sein. Und was heißt das? Überfordert man die Leser:innen, wenn verschiedene Interpretationen zu einzelnen Themen – entsprechend der verschiedenen Denkrichtungen in den Wirtschaftswissenschaften – erwähnt werden? Es zeigte sich, dass die Partner:innen in verschiedenen Kulturen zu Hause sind, Wirtschaft zu denken. Das macht den Charme der Zusammenarbeit aus. Schöner wäre es natürlich, wir könnten zu einem physischen Austausch zusammenkommen und manche Frage intensiver besprechen. Doch wir bleiben am Ball, online.

 

Frischer Wind für die Ökonomie: Website online

weltgewandt e.V. koordiniert ein zweijähriges Projekt mit Partnerorganisationen in sechs EU-Ländern zur sozioökonomischen Bildung. Das Konsortium möchte Anregungen zum besseren Verstehen von Ökonomie und ökonomischen Lehrmeinungen bereitstellen. Dazu wird gerade eine sechssprachige Lernplattform erarbeitet. Zu ausgesuchten Themen enthält sie jeweils Kurzversionen in leichter Sprache für alle Bürgerinnen und Bürger. Die ausführliche Version ist für Erwachsenenbildner:innen und Interessent:innen gedacht, die sich eingehend informieren möchten. Die didaktischen Teile mögen dazu anregen, sozioökonomische Fragen in die eigene Bildungsarbeit aufzunehmen. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise musste die Veröffentlichung erster Teile der Lernplattform verschoben werden. Grund dafür ist, dass die Partner:innen die methodischen Teile zunächst gemeinsam erproben und gegebenenfalls überarbeiten möchten. Bis dahin veröffentlichen wir Kurzartikel zu einzelnen Themen. Die Website ist nun online. Mehr Informationen zur Lernplattform finden Sie auf dieser Seite.

 

Webinar: Websites selbst machen

„Ich fühle mich nun eher kundig, selbst eine Website zu erstellen.”

„Eine sehr, sehr schöne Beschreibung der notwendigen Schritte.“

„Ich habe eine Übersicht zu WordPress-Websites,  dem Erstellen von Seiten, Posts,  zu Plugins und Menüs erhalten.“

„Ein gutes Beispiel für das Lernen über Räume hinweg.“

Vier Feedbacks zu unserem internen Webinar am 21.07.2020 zum Aufbau einer eigenen Website mit Teilnehmern aus Focsani/Rumänien, Málaga und Berlin. Die Idee, dieses Wissen zu teilen, entstand während des Projekts zur Digitalen Allgemeinbildung und resultiert aus dem wachsenden Interesse an der Welt des Digitalen und dem Wunsch, nicht nur Konsument:in, sondern auch Produzent:in von Inhalten zu sein.  Das dreistündige interaktive Webinar umfasste Grundlagen wie die Entwicklung des Konzepts einer Website zu Beginn (Idee, Ziele, Zielgruppen, Hauptaussagen usw.), das Verfassen von Textentwürfen, die Berücksichtigung der Rechte von Autor:innen und Fotograf:innen und anderes. Im praktischen Teil wurde auf die Designs (Themes) eingegangen, darauf, wie man eine Seite und einen Beitrag erstellt, wie man sie übersetzt und was bei der Strukturierung der Menüs zu beachten ist. Zudem wurden einige Plugins vorgestellt. Ein separater Teil war dem Page Builder Elementor gewidmet.

Ziel des Webinars war es, die Motivation zu fördern und der Angst nurmehr einen kleinen Platz zu lassen, um …

… selbst eine Website zu erstellen.

 

Wir fragen …

Im Rahmen unseres Erasmus+-Projektes Kompetenzausbau 45+ führen wir gerade Interviews mit Migrant/innen und Geflüchteten sowie mit Menschen, die mit ihnen arbeiten. Uns interessiert, was Erwachsene dieses Alters und mit Migrationsgeschichte alles können und gelernt haben, welche Bedarfe und Bedürfnisse sie haben und wie es um ihre digitalen Kompetenzen steht. Wir freuen uns über die große Bereitschaft, an der Umfrage teilzunehmen. Eines wird in allen Interviews deutlich: Sprachkenntnisse sind zentral für alles. Das gilt für Roma, Aussiedler, Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und dem Irak gleichermaßen. Außerdem ist Selbstorganisation integrationsfördernd, und dafür gibt es gute Beispiele in Berlin, siehe etwa den Polnischen Sozialrat. Integration ist auch politisch, weil eine neue Balance zwischen Alteingesessenen und Hinzugekommenen vonnöten ist – ohne, dass die einen gegen die anderen ausgespielt werden. Die Umfrageergebnisse der beteiligten Partnerorganisationen aus fünf Ländern werden in den nächsten Monaten veröffentlicht.

Bild:  Johan Mouchet auf Unsplash, Montage: SB/weltgewandt e.V.

 

Weitermachen, online

Europäische Kooperationsprojekte für Erwachsenenbildung haben zum Ziel, sich über Methoden auszutauschen, gemeinsam etwas zu erarbeiten und voneinander zu lernen, unter anderem, indem man die Arbeitskontexte der Partnerorganisationen kennen lernt. Bei kurzen Management-Treffen oder gemeinsamen, längeren Workshops. Normalerweise. Aber normal sind die Zeiten gerade nicht. Also gab es ein weiteres Online-Treffen im Rahmen unserer Kooperation Klima + Wandel. Die Kolleg:innen diskutierten Möglichkeiten, alle geplanten Aktivitäten des zweijährigen Projekts umzusetzen und die Zeit in der jeweiligen ‚home zone‘, wenn wir nicht reisen können, sinnvoll zu überbrücken. Gegenwärtig arbeiten alle an ihren Beiträgen zu dem Online-Kurs über Aspekte des Klimawandels und freuen sich darauf, die didaktischen Teile gemeinsam zu testen. Ende September 2020 in Athen. Hoffentlich.

 

Digitale Allgemeinbildung ganz digital

Framatalk/Jitsi meet, GotoMeeting, ClickMeeting, zoom, Skype, Blizz, Adobe Connect, Nextcloud: In Zeiten von Corona werden viele Treffen online abgehalten. Unsere Video-Konferenz am 25.06.20 war ein kleiner Ersatz für das vom 26.-28.06.20 geplante größere Treffen in Berlin. So hießen  weltgewandte Teammitglieder Kolleg/innen des Projekts “Digitale Allgemeinbildung” aus Rumänien und Spanien virtuell willkommen. Thema war unter anderem unser Wiki. Der ‘Erasmus+ spirit’ von Kooperation und dem Teilen von Erfahrungen und Wissen war wieder voll zu spüren. 🙂

 

Wir machen weiter – telefonisch und online

Alle öffentlichen Veranstaltungen von weltgewandt e.V. sind derzeit ausgesetzt. Gleichwohl arbeiten wir weiter an unseren Projekten. Auch telefonisch sind wir erreichbar, am besten in der Kernarbeitszeit von Montag bis Donnerstag, 10-16 Uhr und freitags 10-15 Uhr. Kommt / kommen Sie alle gut durch diese Zeit!

Foto: „Der Bevölkerung“, Kunstprojekt zur Gestaltung des Lichthofs des Deutschen Bundestags

 

 

Wiki zu Digitaler Allgemeinbildung

Lassen Sie sich inspirieren zum Begriff der Digitalisierung, zu Cyber-Mobbing, Künstlicher Intelligenz, Formen der Online-Zusammenarbeit, Big Data, dem aktuellen Strukturwandel von Öffentlichkeit und anderem mehr: Im Rahmen des Projektes zur Digitalen Mündigkeit erarbeiteten Kolleg/innen aus vier Ländern ein Wiki zu technischen, gesellschaftlichen und politischen Aspekten der Digitalisierung. Neben Informationen zum Thema enthalten die Beiträge auch didaktische Anregungen (Methodenbeispiele) für die Anwendung in der Erwachsenenbildung. Die Beteiligten freuen sich über Ihre/Deine Kommentare!

 

Klima+Wandel: Website online

weltgewandt e.V. koordiniert eine zweijährige Kooperation von Organisationen aus vier Ländern der Europäischen Union zum Thema Klimawandel. Auf der Website des Projekts sind Anregungen zum Klimawandel zusammengestellt sowie Erläuterungen zum Projekt und den beteiligten Partnern zu finden. Die Projektaktivitäten werden dokumentiert und die Ergebnisse – unter anderem ein Online-Kurs – sukzessive veröffentlicht. Viel Spaß beim Lesen!

 

Der aktuelle Strukturwandel von Öffentlichkeit

Wiki-Beitrag zu Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung, entstanden im Rahmen des Projekts zu Digitaler Grundbildung. Mit Internet und Social Media wird Öffentlichkeit demokratischer, denn Bürger/innen können leichter selbst veröffentlichen und sich nicht nur über Medien, sondern auch über andere Bürger/innen informieren. Zugleich verlieren traditionell etablierte Medien an Einfluss und Deutungsmacht. Wortschöpfungen wie “Fake News” und “Filterblase” markieren vor diesem Hintergrund einerseits einen Sachverhalt. Sie sind andererseits selbst Instrumente im Kampf um die Deutungshoheit. Vertrauen gewinnt in der ’neuen Unübersichtlichkeit‘ an Bedeutung.  Dem ist eine freimütige, Vielfalt spiegelnde und an Argumenten ausgerichtete Diskussionskultur nur zuträglich. Diese zu praktizieren und sich der Tücken von Manipulation zu bewusst zu werden ist eine gesamtgesellschaftliche Lernaufgabe.  Hier geht’s lang zum gesamten Beitrag.

Bild: Mitya Ivanov on Unsplash

 

Big Data – big democracy?

Im Rahmen des Projekts zu Digitaler Grundbildung, das weltgewandt e.V. koordiniert, wird ein Wiki zu Aspekten der Digitalisierung erarbeitet. Die deutschsprachige Fassung des Wiki-Beitrags zu Big Data wurde nun veröffentlicht. Er ist wie folgt strukturiert: a) Facetten eines Begriffs, b) Warum big und nicht small?, c) Big data – big market, d) Big data – big brother, e) Big data – big democracy? Hier geht’s lang…

Bild: imgix auf unsplash.com

 

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