1989: Ohne Frauen ist keine Revolution zu machen

HERstory und Dynamiken des demokratischen Umbruchs von 1989

Im Rahmen des europäischen Projektes über Wahrnehmungen von Geschichte wurden auch Bildungsmaterialien zu Frauen und den demokratischen Umbrüchen 1989 entwickelt. Oft waren sie es, die Impulse gaben, inspirierten und den Mut zum Anfang hatten. Daneben gab es Zusammenschlüsse wie die „Lila Offensive“ und den Unabhängigen Frauenverband, die politisch-feministische Anliegen vertraten. In Teil I, der Abhandlung zum Thema, wird dies an Beispielen ausgeführt. Die Würdigung einzelner Frauen sowie von Frauengruppen ist eingebettet in eine Darstellung der Ereignisse, die sich VOR der Öffnung der Mauer am 9. November 1989 zutrugen. Die Schilderung mündet in eine Kritik aktueller Erinnerungspolitik, insbesondere der Erzählung einer linearen Entwicklung von oppositionellen Aktivitäten während der DDR, dem „Aufbruch ’89“ und der Deutschen Vereinigung am 3. Oktober 1990. Stattdessen wird dafür plädiert, sich die Ideen der Bürgerbewegten – einschließlich der Frauen – aus der Zeit des demokratischen Umbruchs u.a. für „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ neu anzueignen und angesichts gegenwärtiger Krisen sie zu aktualisieren. Teil II und Teil III enthalten (Hinweise auf) Übungen für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen zu sensiblen historischen Themen. Sie wurden während zwei 5-tägiger Workshops gemeinsam erprobt. Weiteres auf der sechssprachigen Projektwebsite.