„Die Zukunft war früher auch besser.“ Workshop in Málaga

Weltgewandt e.V. lädt insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner aus Marzahn-Hellersdorf dazu ein, vom 23.-30. August 2026 an einem Workshop in Málaga/Spanien teilzunehmen. Die Kosten für Reise, Unterkunft und ein Essen pro Tag werden übernommen.

Worum geht es? In Zeiten von Krieg und Krise sind die persönliche Zukunft wie auch die Europas unsicher geworden. Allerdings ist Zukunft immer mit Unsicherheit verbunden. Doch ist es ein Unterschied, ob Zukunft als offen gesehen wird, in der die Menschen gleichsam der Sonne entgegen gehen, oder ob sie befürchten, dass ‘nichts Gutes’ auf sie zukommt. Wie kann man mit Unsicherheit zurechtkommen ? Wie könnte man aus dem Jahr 2086 auf das Jahr 2026 zurückblicken ? Was wäre aus ferner Zukunft betrachtet heutzutage schön gewesen ? Was hat unsere Generation aus der Sicht der Urenkel versäumt? Wozu fehlte der Mut? War es noch leicht, zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz zu unterscheiden?

Wer nach der Zukunft fragt, erhält Aufschlüsse darüber aus der Vergangenheit. Zu unterschiedlichen Zeiten haben Menschen die Zukunft unterschiedlich interpretiert. Sind die Vorstellungen im Mittelalter stark von der Angst vor dem Jüngsten Gericht und der Hoffnung auf ein erfülltes Leben im Jenseits bestimmt, so sind die Trente Glorieux, die 30 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, von Optimismus geprägt. Nach 1989, als der Wettbewerb zwischen den beiden Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen beendet war, rufen manche das « Ende der Geschichte » aus. Utopien für eine bessere Welt sind erst einmal passé. Im „memory boom“ blickt man zurück und arbeitet Geschichte auf. Die Hoffnung konzentriert sich auf persönliche Ziele.

Doch das muss nicht so bleiben. Anregungen bietet dafür wiederum – die Vergangenheit. Wie haben Menschen verschiedener Kulturen in Andalusien zusammen gelebt ? Welche Geschichten werden über die (gespannte) Toleranz zwischen Christen, Juden und Muslimen in dieser Region erzählt? Wie war Málaga vom Spanischen Bürgerkrieg 1936-38 betroffen ? Wie haben die Menschen die « Transición » der 1980er Jahre erlebt ? Und wie verhält sich Spanien heute im geopolitischen Konzert der Mächte ? Was können wir aus alldem lernen – für die Zukunft ?

Das Programm umfasst Exkursionen, Vor-Ort-Besuche und den Austausch mit Projektbeteiligten einer Partnerorganisation. Wir sprechen unter anderen mit Aktiven einer Gewerkschaft, einem Journalisten einer lokalen Zeitung, besuchen den Parque Tecnológico de Andalucía (PTA) und lassen uns im örtlichen Museum von Picasso inspirieren. Wir wenden uns dem Mit- und Nebeneinander der drei großen Religionen anhand des Romans «Die Jüdin von Toledo» von Lion Feuchtwanger zu. Schritt für Schritt entwickeln wir daraus Theaterszenen und ersinnen für die Handlung eine andere Zukunft. Dabei kommen Biographiearbeit und der persönliche Traumzauberbaum nicht zu kurz.

Der Austausch findet auf Englisch statt. Es wird vom Deutschen ins Englische übersetzt und umgekehrt.

Sie haben / du hast Fragen? Dann freuen wir uns über eine E-Mail an info@weltgewandt-ev.de.

Anmeldungen zum Workshop bitte an die gleiche E-Mail-Adresse senden. Wir laden dann zu einem Vorbereitungstreffen ein.

Titel: Zitat von Karl Valentin

Bild: Yulija Matuzava auf Unsplash

Der Workshop wird über das Erasmus+-Programm der Europäischen Union finanziert.

Der Haftungsausschluss der Europäischen Kommission: „Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.“

Datum

Aug. 23 - 30 2026

Uhrzeit

8:00 am - 10:00 pm

Standort

Málaga / Spanien
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