Miteinander teilen. Workshop zu Gerechtigkeit und Gemeinsinn in Rom/Italien

Gerechtigkeit ist eines der drängendsten und zugleich ältesten Probleme der Welt. Sie wird eingefordert, weil Menschen aufgrund ihres Menschseins gleich sind. Gerechtigkeit bezieht sich auf das Handeln Einzelner und die Frage, ob sie zum Beispiel als Mutter oder Vater zu ihren Kindern gerecht sind. Gerechtigkeit bezieht sich auch auf die Gesellschaft als einem Unternehmens, einer Kommune oder eines Staates. Man unterscheidet in verschiedene Formen von Gerechtigkeit: juristische, politische (unter anderem die Wahrnehmung von Freiheiten), Generationengerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit und weitere.

Eine besondere Form ist die soziale Gerechtigkeit und die Kritik an einem mangelnden sozialen Ausgleich: Warum nimmt das Vermögen einiger Weniger beständig zu während es immer mehr Menschen gibt, die an oder unterhalb der Armutsgrenze leben? Wie konnte es dazu kommen, dass sich neue Monopole und Oligopole wie im Bereich Digitales und Finanzindustrie herausbildeten? Wie können diese ihre Interessen geltend machen im Unterschied zum Beispiel zu einem Mieterverein oder einer Obdachlosenhilfe? Welche Anforderungen sind damit an Demokratie und ein gerechtes Handeln von Politikerinnen und Politikern verbunden? Wie könnte man das Wort ‚gerecht‘ in diesem Zusammenhang interpretieren?

Schließlich: gibt es einen Zusammenhang zwischen Gerechtigkeit und Frieden? Wie ließe er sich beschreiben – am konkreten Beispiel?

Und: Ist Gemeinsinn eine Voraussetzung für (soziale) Gerechtigkeit? Lassen die sozialen Bindekräfte in der Gesellschaft nach? Wenn ja, wäre dies ein weiterer Grund für soziale wie auch politische Polarisierungen?

Das Programm umfasst Exkursionen, Vor-Ort-Besuche und den Austausch mit Projektbeteiligten einer Partnerorganisation. Wir sprechen unter anderen mit Aktiven einer Gewerkschaft, einem Journalisten einer lokalen Zeitung und fragen nach Interpretationen von Gerechtigkeit, wie sie von Philosophen, Ökonomen, Soziologen und anderen diskutiert werden. Schritt für Schritt entwickeln wir daraus gemeinsam Theaterszenen und ersinnen eine ‚gerechte Welt‘. Dabei kommen eigene Erfahrungen und Wünsche nicht zu kurz.

Der Austausch findet auf Englisch statt. Es wird vom Deutschen ins Englische übersetzt und umgekehrt.

Sie haben / du hast Fragen? Dann freuen wir uns über eine E-Mail an info@weltgewandt-ev.de.

Anmeldungen bitte an die gleiche E-Mail-Adresse senden.

Bild: Maurits Bausenhart auf Unsplash

Der Workshop wird über das Erasmus+-Programm der Europäischen Union finanziert.

Der Haftungsausschluss der Europäischen Kommission: „Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.“

Datum
Okt. 11 - 18 2026
Uhrzeit
8:00 am - 8:00 pm
Standort
Rom / Italien
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